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Lernen in einem internationalen und multikulturellen Umfeld

Die meisten Studentinnen und Studenten möchten während Ihres Ausland- oder Sprachaufenthaltes nicht nur eine Fremdsprache erlernen, sondern auch viele verschiedene Menschen aus aller Welt treffen.

An jeder Destination, in jeder Sprachschule, zu jeder Jahreszeit und in jedem Sprachkurs treffen Sie an den Schulen auf Sprachstudentinnen und Studenten aus anderen Nationen. Die meisten Sprachschulen verfügen diesbezüglich auch über Jahresstatistiken. Diese sind aber wenig aussagekräftig, da es sich lediglich um Durchschnittswerte handelt.

Egal, welche Nationalitäten man an einer Schule trifft, das Lernen in einer internationalen Klasse ist auf jeden Fall eine neue Erfahrung und Herausforderung, denn man muss sich automatisch mit anderen Religionen, Kulturen, Ausbildungs- und Lernsystemen und fremden Sitten auseinandersetzen.

Der Alltag in einer solchen Gemeinschaft setzt von den einzelnen Studentinnen und Studenten Toleranz, Anpassungsvermögen, Geduld und Offenheit gegenüber anderen Ansichten und Lebensformen voraus.

Während eines Sprachaufenthaltes kann man von seinen Mitstudierenden viel für sein Leben lernen und mit nach Hause nehmen.

Sprachaufenthalt: Wo hat es wenig Schweizer?

Diese Frage hört man sehr oft und sie wird auch sehr kontrovers diskutiert.

Wo hat es wenig Schweizer, respektive wo hat es wenig Leute aus meiner eigenen Nation und mit meiner Sprache?

Es stellt sich erstens die Frage, ob das wichtig ist, und wenn ja, wie wichtig es ist. Soll man es umgehen oder in Kauf nehmen?

1. Subjektives Empfinden

Wenn Sie fern der Heimat sind, nehmen Sie unter all den fremden Leuten und Sprachen die eigene Sprache und die eigenen Landsleute viel schneller wahr, weil Sie die Sprache und Leute erkennen. Sie können auf einem Platz stehen, auf dem Hunderte von Leuten stehen, und in Ihrer näheren Umgebung stehen ein paar wenige Schweizer, sprechen die Ihnen vertraute Sprache, und schon erkennen Sie diese sofort. Bei vielen gibt dies das objektive Gefühl «es hat ja ganz viele Schweizer hier», obwohl es vielleicht nur 2% sind.

2. Objektives Empfinden

Auch wenn sich an einer Schule ganz viele Nationalitäten aufhalten und die Schule streng darauf achtet, von keiner Nationalität mehr als 10 bis 15% zur selben Zeit aufzunehmen, wird es so sein, dass die Schüler derselben Nationalität oft das gleiche Level oder Ziel haben und somit in derselben Klasse sind, weil sie aus demselben Kulturkreis und Schulsystem kommen. Somit haben Sie das objektive Empfinden, dass es ja nur Schweizer in der Klasse hat, obwohl es an der ganzen Sprachschule vielleicht nur 10 bis 15% hat.

Als Faustregel gilt:

Lieber mit vielen Schweizerinnen und Schweizern oder eben der eigenen Nationalität eine Schule besuchen, dafür eine gute Schule mit den richtigen Stufen und Klassen.

Schweizeranteil

Die Nationalitätenzusammensetzung hat in der Praxis nicht selten auch Auswirkungen auf den Unterricht, wobei eine ausgeprägte Präsenz der Schweizerinnen und Schweizer nicht unbedingt ngeativ ist – ganz im Gegenteil.

Für die Lehrkräfte ist es bei einer homogeneren Klasse meist einfacher, deren Stärken und Schwächen im Erlernen einer Sprache zu erkennen und gezielt auf diese einzugehen, was sich auch positiv auf das Lerntempo auswirken kann.

Was ist dabei zu beachten?

Wenn Sie in einer Cambridge-Advanced-Klasse sind, kann es sein, dass es viele Schweizer hat. Da Sie aber alle bereits sehr gute Englischkenntnisse haben, wird der Unterricht sowieso nur in Englisch geführt. Es liegt nun an Ihnen, auch die zwischenmenschliche Kommunikation auf Englisch zu führen.

Die Freizeit sollten Sie unbedingt mit Einheimischen verbringen, denn dann lernen Sie das Englisch, wie es vor Ort gesprochen wird, zu verstehen und zu sprechen.

Wenn Sie zu viel mit anderen Schülern aus anderen Nationalitäten zusammen sind, deren Englisch vielleicht nicht so gut ist, wird das Ihr Englisch nicht fördern.

Achten Sie also darauf, dass Sie auch Freunde und Kollegen mit der entsprechenden Muttersprache des Landes kennen lernen und Zeit zusammen verbringen. So werden Sie garantiert das Maximum aus Ihrem Sprachaufenthalt herausholen.

Die Tatsache, dass man zwischen den einzelnen Unterrichtsstunden manchmal in der Muttersprache spricht, wird of überbewertet. Im Unterricht wird ausschliesslich in der Fremdsprache gesprochen, und wer regelmässig die vielfältigen Möglichkeiten zur Kommunikation wahrnimmt und seine Freizeit nicht ausschliesslich in einer muttersprachigen Runde verbringt, hat mehr als genügend Möglichkeiten, die fremde Sprache anzuwenden. Zudem ist es bei Weitem nicht so, dass alle Schweizer in den Pausen in ihrer Muttersprache sprechen. Vor allem Studierende mit mittleren bis fortgeschrittenen Kenntnissen verzichten oft konsequent auf ihre Muttersprache.

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Nationalitäten-Mix

Der Nationalitäten-Mix ist eine sehr spannende Geschichte!

Eine Schule kann mit gutem Recht schreiben, dass es bei ihr nur 4% Schweizer hat. Wieso haben Sie trotzdem das Gefühl, dass es in Ihrer Klasse nur so von Schweizerinnen und Schweizer wimmelt? Weil die meisten die gleichen Vorkenntnisse, basierend auf dem gleichen Schulsystem in der Schweiz, haben und vermutlich alle in den Cambridge-Diplom-Klassen zu finden sind.

Das mag zwar auf den ersten Blick ärgerlich sein, aber auf den zweiten Blick nicht, denn homogene Klassen kommen erfahrungsgemäss schneller zum Ziel.

Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die Zusammensetzung der Nationalitäten, denn es ist spannend zu sehen, woher all die Mitschüler kommen werden. Diese Statistik ist eine durchschnittliche Jahresübersicht und kann sich je nach Jahreszeit und Kursniveau verändern.