Medienmitteilung von SALTA

Aktuelle Umfrage von SALTA: Sprachreisende werden immer älter – Aufenthalte kürzer

Der offizielle Verband der Schweizer Sprachreiseveranstalter SALTA (Swiss Association of Language Travel) feiert 2013 sein 10-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläumsjahres führte der Verband kürzlich bei seinen Mitgliedern eine Umfrage zur Entwicklung des Sprachreisemarktes in den letzten zehn Jahren durch. Unter anderem zeichnet sich daraus ab, dass Sprachreisende immer älter werden und kürzere, aber dafür mehrere Aufenthalte buchen.

Zürich, 19. Juni 2013 – „Dreissig ist das neue Zwanzig“ – dies gilt auch für die Entwicklungen im Sprachreisemarkt. Im Vergleich zum Gründungsjahr 2003 buchen heute vermehrt Reisende ab 30 Jahren einen Sprachaufenthalt. Zudem hat sich auch das Segment 50plus etablieren können, das vor zehn Jahren noch inexistent war. Der Anstieg der Zielgruppe 50plus und der Erwachsenen (18-50 Jahre) führt zu verkürzten Aufenthalten, da diese beispielsweise ihre zweiwöchigen Ferien mit einem Sprachkurs kombinieren. Lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer vor zehn Jahren bei rund zehn Wochen, fallen Sprachreisen heute deutlich kürzer aus. „Der Trend in Richtung kürzere aber dafür mehrere Sprachreisen wird sich voraussichtlich weiter festigen“, schätzt Marcel Rüfenacht, Präsident von SALTA, die Entwicklung des Sprachreisemarktes in den kommenden Jahren ein.

USA löst Australien und Neuseeland als Boom-Destinationen ab

Englischsprachige Destinationen belegten bereits vor zehn Jahren die Spitze, was sich bis heute fortsetzt. Nebst England – auch heute nach wie vor Spitzenreiter – erfreuten sich Destinationen in Übersee grosser Beliebtheit. Kanada, Australien sowie Neuseeland waren damals regelrechte Boom-Destinationen. Als Geheimtipp galt Kapstadt. Parallel besetzten die USA zu Anfang dieser Zeitspanne eine weniger wichtige Rolle, stehen heute jedoch nach einem temporären Einbruch wieder an zweiter Stelle der beliebtesten Sprachreiseziele. Verändert hat sich auch die Wahl der Unterkünfte: Während vor zehn Jahren fast alle Sprachreisenden als Unterkunft die Option einer Gastfamilie wählten, fallen heute alternative Unterkünfte immer stärker ins Gewicht.

Cambridge-Diplome nicht mehr vom Markt wegzudenken

In den letzten zehn Jahren hat die Kursvielfalt stark zugenommen. So standen damals Angebote wie „Work & Study“ oder „Volunteering“ noch nicht auf dem Programm und Nischen wie Jugend- oder Businesskurse waren noch sehr schwach besucht. Vor allem Cambridge-Diplome nahmen in den letzten zehn Jahren eine immer wichtiger werdende Rolle in der Arbeitswelt ein. Sie gelten heute für viele Arbeitgeber als Leistungsnachweis und sind nicht mehr vom Markt wegzudenken. Auch Kombinations-Angebote (Sprachreisen kombiniert mit speziellen Erlebnissen, Aktivitäten und Rahmenprogrammen) verzeichnen eine steigende Nachfrage. Nicht nur die Kursvielfalt hat sich verändert sondern auch die Infrastruktur – nebst klassischen Lernmethoden gehören webbasierte Hilfsmittel heute zum Alltag.

Grössere Reiseerfahrung und höhere Ansprüche

Der Blick zurück zum Gründungsjahr des Verbandes zeigt zudem auf, dass junge Erwachsene heute über mehr Reiseerfahrung verfügen. Mit dem Internet als wichtige Informationsquelle ist gleichzeitig auch das Vorwissen grösser. Dadurch wird der Beratungsaufwand für die Sprachreiseveranstalter zwar etwas schmäler, andererseits steigen dadurch die Ansprüche der Sprachreisenden.
„Kundentrends ändern sich stetig. Eines ist jedoch geblieben: Wir sind ein People Business und das wird auch für die nächsten zehn Jahre so sein“, so Marcel Rüfenacht.

SALTA (Swiss Association of Language Travel Agents) ist der offizielle Verband der Sprachreiseveranstalter in der Schweiz. Er wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, für Konsumenten verständliche und einheitliche Qualitätsrichtlinien zu schaffen und deren Einhaltung zu prüfen. SALTA-Mitglieder gewähren ihren Kunden damit die grösstmögliche Sicherheit in Bezug auf Qualität und Seriosität ihrer Dienstleistungen und der angebotenen Sprachschulen. Für die Aufnahme eines Sprachreiseveranstalters bei SALTA ist zudem eine Mitgliedschaft beim Garantiefonds der Schweizer Reisebranche notwendig, der die Kundengelder absichert. SALTA schafft mit ihren Qualitätsrichtlinien Transparenz im Schweizer Sprachreisemarkt und geniesst dafür weltweite Anerkennung.

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